Kurzantwort
Eine Unternehmenswebsite ist heute nicht mehr nur ein schön gestaltetes digitales Schaufenster. Sie ist eine Infrastruktur, die vermittelt, wofür eine Marke steht, ihre Produkte und Dienstleistungen den richtigen Personen in der richtigen Reihenfolge präsentiert, die Fragen der Entscheidungsträger beantwortet und die Arbeit des Vertriebsteams erleichtert. Insbesondere für B2B-Marken ist die Website der erste ernsthafte Kontaktpunkt des potenziellen Kunden mit der Marke. Daher sind neben dem Design ebenso der Inhalt, die technische Struktur, die Produktarchitektur, Vertrauenselemente, die Branchensprache, SEO sowie eine auf KI-Suchanfragen abgestimmte Antwortstruktur von Bedeutung.
Einleitung
Viele Jahre lang war das Design das Erste, was einem in den Sinn kam, wenn von einer Unternehmenswebsite die Rede war. Es galt als ausreichend, wenn das Markenlogo korrekt verwendet wurde, die Farben der Corporate Identity entsprachen, die Startseite ansprechend aussah, es einige Serviceseiten gab und das Kontaktformular funktionierte.
Heute reicht dieser Ansatz nicht mehr aus.
Denn eine Website ist mittlerweile nicht mehr nur ein Schaufenster, das mit dem Gedanken „Man soll uns im Internet finden“ erstellt wurde. Die Website ist zu einem Bereich geworden, der Entscheidungen unterstützt und den Verkaufsprozess der Marke direkt beeinflusst.
Ein Kunde schaut sich Ihre Website an, bevor er Kontakt mit Ihnen aufnimmt. Bevor er zu einem Gespräch mit Ihnen kommt, bewertet er über Ihre Website Ihre Produkte, Dienstleistungen, Referenzen, Ihre Art der Präsentation, Ihre technische Kompetenz und wie gut Sie den Markt verstehen. Oftmals hat er sich sogar schon eine positive oder negative Meinung über Sie gebildet, bevor er mit Ihrem Vertriebsteam spricht.
Aus diesem Grund kann eine Unternehmenswebsite nicht mehr nach dem Prinzip „Wir haben sie gestaltet, wir haben sie online gestellt“ behandelt werden. Eine richtig aufgebaute Website stärkt das Vertrauen in die Marke, vereinfacht die Themen, die das Vertriebsteam vermitteln muss, verringert die Fragezeichen im Kopf des Entscheidungsträgers und macht die Punkte sichtbar, die die Marke von ihren Mitbewerbern abheben.
Ihre Website ist heute das erste Verkaufsgespräch
Wenn ein Kunde zum ersten Mal ein Treffen mit Ihnen vereinbart, hat er höchstwahrscheinlich zuvor Ihre Website besucht. Insbesondere im B2B-Bereich ist dieser Anteil deutlich höher. Führungskräfte, technische Teams, Einkaufsabteilungen, Architekten, Projektmanager, Exportverantwortliche oder potenzielle Händler, die am Kaufprozess beteiligt sind, führen ihre ersten Recherchen meist online durch.
Die Qualität dieses ersten Kontakts bestimmt den Ton des weiteren Prozesses.
Ist die Website unübersichtlich, sind die Produkte unklar, ist nicht leicht zu erkennen, was die Marke bietet, sind die Inhalte mit allgemeinen Floskeln verfasst oder fehlt eine vertrauenswürdige Struktur, verlässt der Besucher die Seite oft, ohne das Kontaktformular auszufüllen. Noch wichtiger ist: Er schließt die Marke in seinen Überlegungen aus, ohne überhaupt das Vertriebsteam zu kontaktieren.
Im gegenteiligen Fall hingegen erleichtert die Website dem Vertriebsteam die Arbeit. Der Besucher kommt besser informiert. Er kann klarer zum Ausdruck bringen, für welches Produkt oder welche Dienstleistung er sich interessiert. Er hat sich bereits im Vorfeld ein Bild vom Fachgebiet der Marke gemacht. Anstatt im Gespräch die grundlegendsten Informationen noch einmal zu erklären, kann ein qualitativ hochwertigeres Gespräch geführt werden.
Aus dieser Perspektive betrachtet ist die Unternehmenswebsite der Ort der Vorarbeit für den Verkaufsprozess.
Warum genügt ein ansprechendes Design alleinstehend nicht aus?
Natürlich ist das Design wichtig. Eine Website sollte modern, übersichtlich, mobilfreundlich und im Einklang mit der Markenidentität gestaltet sein. Ein gutes Design dient jedoch nicht nur dazu, visuell zu gefallen, sondern auch dazu, den Besucher in der richtigen Reihenfolge zu den richtigen Informationen zu führen.
Eine Website mag visuell beeindruckend sein, doch wenn der Besucher das gesuchte Produkt nicht findet, die für eine Kaufentscheidung notwendigen Informationen nicht sieht, nicht versteht, welchen Markt die Marke anspricht, oder keinen Zugriff auf technische Dokumente hat, dient dieses Design nicht dem Verkauf.
Manchmal legen Marken bei der Neugestaltung ihrer Website den Schwerpunkt ausschließlich auf Farben, Animationen, visuelle Übergänge und das Design der Startseite. Dabei gibt es für den Entscheidungsträger andere Fragen, die wichtig sind.
Versteht diese Marke meine Bedürfnisse?
Ist dieses Produkt oder diese Dienstleistung in meiner Branche einsetzbar?
Verfügt dieses Unternehmen über ausreichend Erfahrung?
Kann es in meinem Markt bestehen?
Kann ich schnell auf technische Informationen zugreifen?
Wecken die Referenzen Vertrauen?
Erreiche ich die richtige Ansprechpartnerin, wenn ich Kontakt aufnehme?
Eine gute Unternehmenswebsite beantwortet diese Fragen auf subtile Weise.
Was bedeutet es, wenn eine Website als Vertriebsplattform fungiert?
Dass eine Website als Vertriebsplattform dient, bedeutet nicht, dass sie wie eine reine E-Commerce-Seite über einen Warenkorb und eine Zahlungsstruktur verfügt. Bei B2B-Marken funktioniert die Vertriebsplattform anders.
Das Ziel besteht darin, den Besucher zu informieren, Vertrauen aufzubauen, ihn zur richtigen Produkt- oder Dienstleistungsgruppe zu leiten, den Entscheidungsprozess zu erleichtern und die Wahrscheinlichkeit einer Kontaktaufnahme zu erhöhen.
Wenn eine Website als Vertriebsplattform konzipiert ist, hat jede Seite eine bestimmte Aufgabe. Die Startseite stellt die Marke kurz und prägnant vor. Die „Über uns“-Seite untermauert die Unternehmensgeschichte und schafft Vertrauen. Dienstleistungs- oder Produktseiten dienen nicht nur der Präsentation, sondern erklären auch, nach welchen Kriterien der Entscheidungsträger seine Wahl treffen sollte. Die Referenzseite liefert soziale Beweise. Blog-Inhalte machen das Fachwissen der Marke sichtbar. Die häufig gestellten Fragen beantworten im Voraus grundlegende Themen, die dem Vertriebsteam immer wieder gestellt werden. Die Kontaktseite wiederum regt den Besucher zum Handeln an, ohne ihn zu verwirren.
Eine solche Struktur macht die Website zu mehr als nur einem passiven Schaufenster. Die Website wird zum digitalen Vertriebsmitarbeiter der Marke.
Entscheidungsträger bei B2B-Marken denken anders
In der B2C-Welt kann der Besucher oft schneller eine Entscheidung treffen. Er mag das Produkt, vergleicht den Preis, schaut sich Bewertungen an und nähert sich dem Kaufverhalten. Im B2B-Bereich ist der Prozess hingegen komplexer.
An einer B2B-Kaufentscheidung sind oft mehrere Personen beteiligt. Die Führungskraft achtet auf Kosten und Vertrauen. Das technische Team prüft die Produkteigenschaften. Die Einkaufsabteilung bewertet die Liefersicherheit und die Preisgestaltung. Die Marketing- oder Geschäftsentwicklungsabteilung legt Wert auf die Wahrnehmung der Marke. Wenn es um Export, industrielle Fertigung, Architekturprodukte, technische Lösungen oder projektbezogene Geschäfte geht, wird der Entscheidungsprozess noch detaillierter.
Deshalb sollte eine B2B-Website nicht nur sagen: „Wir machen Folgendes.“ Sie muss auch erklären, für wen, für welchen Bedarf, unter welchen Bedingungen und mit welchem Alleinstellungsmerkmal sie eine Lösung anbietet.
Eine gute Website für Entscheidungsträger ist eine Website, die Zeit spart. Je schneller der Besucher die gesuchte Antwort findet, desto professioneller wirkt die Marke.
Die Produkt- und Dienstleistungsarchitektur ist die Grundlage des Vertriebs
Eines der wichtigsten Themen auf einer Unternehmenswebsite ist die Produkt- und Dienstleistungsarchitektur. Das heißt, wie die von der Marke angebotenen Produkte oder Dienstleistungen klassifiziert werden, unter welchen Rubriken sie zusammengefasst sind und wie sich der Besucher in dieser Struktur zurechtfindet.
Bei vielen Marken werden Produkte intern nach internen Bezeichnungen klassifiziert. Das Team ist an diese Bezeichnungen gewöhnt. Ein Besucher von außen kennt diese Sprache jedoch möglicherweise nicht. In diesem Fall spiegelt die Website zwar die interne Struktur der Marke wider, geht aber nicht auf das Such- und Entscheidungsverhalten des Kunden ein.
Bei der Erstellung einer verkaufsorientierten Website ist folgende Frage entscheidend:
Aus welchem Bedarf heraus sucht der Besucher nach diesem Produkt oder dieser Dienstleistung?
Produktseiten, die ohne diese Frage erstellt werden, sind oft unvollständig.
Bei einer Marke, die beispielsweise technische Produkte herstellt, reichen der Produktname und ein paar Bilder nicht aus. Der Anwendungsbereich des Produkts, die technischen Spezifikationen, die Art des Projekts, die Normen, die Optionen, herunterladbare Dateien, Anwendungsbeispiele und für den Entscheidungsträger wichtige Unterscheidungsmerkmale müssen klar dargestellt werden.
Ist diese Struktur richtig aufgebaut, deckt die Website viele grundlegende Themen ab, die das Vertriebsteam sonst ständig erklären müsste.
Das Beispiel Variolux: Eine Website sollte mehr sein als nur ein Produktkatalog
Anhand der für Variolux erstellten Website lässt sich dieser Ansatz konkreter veranschaulichen.
Variolux ist eine Marke, die im Bereich der architektonischen und technischen Beleuchtung tätig ist und deren Produkte projekt- und entscheidungsorientiert bewertet werden. Bei solchen Marken wird eine wichtige Chance verpasst, wenn die Website lediglich als Katalog betrachtet wird, der die Produkte auflistet. Denn Beleuchtungsprodukte werden meist nicht allein anhand eines Produktfotos verkauft. Es müssen der Projektbedarf, der architektonische Kontext, die technische Eignung, die Lichtqualität, der Einsatzbereich sowie das Vertrauen des Entscheidungsträgers berücksichtigt werden.
Bei der Konzeption der Website für Variolux ging es nicht nur darum, eine moderner wirkende Benutzeroberfläche zu gestalten. Das eigentliche Ziel bestand darin, die Produkte der Marke verständlicher zu machen, den Entscheidungsträgern die Navigation durch die Produktfamilien zu erleichtern und eine digitale Struktur zu schaffen, die auch auf ausländischen Märkten Vertrauen weckt.
Insbesondere in Märkten wie der DACH-Region und den Niederlanden erwarten Entscheidungsträger Klarheit bei der Produktpräsentation und Zugang zu technischen Unterlagen. Architekten, Lichtplaner, Projektbüros, technische Einkaufsteams und potenzielle Vertriebspartner betrachten eine Marke nicht nur unter visuellen Gesichtspunkten. Sie bewerten, für welches Projekt das Produkt geeignet ist, ob technische Daten verfügbar sind, ob die Produktfamilie einheitlich präsentiert wird und ob die Marke den Markt versteht.
Aus diesem Grund ist die Variolux-Website nicht nur eine optisch überarbeitete Seite, sondern wurde als digitale Infrastruktur konzipiert, die ein besseres Verständnis der Produkte ermöglicht, die Marke internationalen Entscheidungsträgern verständlicher präsentiert und die Vorbereitung auf Verkaufsgespräche erleichtert.
Die Erleichterung der Produktsuche dient dem Verkauf
Bei technischen Produkten ist eines der größten Probleme für Besucher der Prozess, das richtige Produkt zu finden. Wenn es auf der Website eine Vielzahl von Produkten gibt, der Besucher aber nicht weiß, nach welchen Kriterien er eine Auswahl treffen soll, wird die Nutzung der Website zur Qual.
Bei Marken mit einer großen Produktvielfalt wie Variolux ist daher die Produktarchitektur von entscheidender Bedeutung. Die Produkte müssen nicht nur nach ihren Namen, sondern auch nach Anwendungsbereich, Serie, technischen Eigenschaften und den Suchgewohnheiten der Entscheidungsträger strukturiert werden.
Wenn ein Architekt oder Projektleiter die Website aufruft, sollte er folgenden Eindruck gewinnen:
Ich finde schnell die gesuchte Produktgruppe.
Die Produkte sind logisch kategorisiert.
Der Zugriff auf technische Details ist unkompliziert.
Diese Marke versteht die Sprache der Projekte.
Wenn dieses Gefühl entsteht, beginnt die Website, zum Umsatz beizutragen. Denn der Besucher nimmt die Marke nicht nur als eine Struktur wahr, die „Produkte verkauft“, sondern als einen Lösungspartner, der den Prozess versteht.
Technische Dokumente schaffen Vertrauen
In der B2B-Welt entsteht Vertrauen nicht allein durch vollmundige Aussagen. Technische Transparenz, eine übersichtliche Dokumentation und leicht zugängliche Informationen sind wichtige Bestandteile des Vertrauens.
Fehlen auf einer Produktseite technische Informationen, muss der Besucher das Vertriebsteam kontaktieren. Das ist nicht immer schlecht; doch in der ersten Bewertungsphase kann ein Informationsmangel den Besucher auch zur Konkurrenz treiben.
Im Beispiel von Variolux trat daher die Bedeutung der Struktur technischer Dokumente deutlich zutage. In der Beleuchtungsbranche spielen Produktabmessungen, Lichteigenschaften, Farbtemperatur, optische Optionen, Treiberinformationen, Anwendungsbereiche und ähnliche technische Daten eine wichtige Rolle im Entscheidungsprozess. Die korrekte Darstellung dieser Informationen stärkt die Professionalität der Marke.
Als Vertriebsplattform ist eine Website mehr als nur eine Seite mit dem Hinweis „Kontaktieren Sie uns“. Sie ist eine Plattform, die dem Besucher bereits vor der Kontaktaufnahme die benötigten Informationen liefert. Dieser Ansatz sorgt für ein qualitativ hochwertigeres Verkaufsgespräch.
Auf ausländischen Märkten ist die Website der Repräsentant der Marke
Eine Marke mag in ihrem Heimatland bekannt sein. Auf ausländischen Märkten fehlt es jedoch oft an diesem Bekanntheitsgrad. In diesem Fall wird die Website zum ersten ernstzunehmenden Repräsentanten der Marke.
Wenn ein ausländischer Vertriebspartner, ein Projektbüro, ein Architekt oder ein Einkaufsverantwortlicher die Marke recherchiert, schaut er sich die Website an. Bei diesem Besuch bewertet er nicht nur die Produktqualität der Marke, sondern auch deren Kommunikationsstil.
Ist die Sprache korrekt?
Sind die Inhalte auf den lokalen Markt zugeschnitten?
Sind die Produkte verständlich?
Sind die technischen Informationen ausreichend?
Wirkt die Marke seriös und nachhaltig?
Die Variolux-Website musste in dieser Hinsicht so konzipiert werden, dass sie nicht nur Nutzer in der Türkei, sondern auch internationale Entscheidungsträger anspricht. Denn für Marken, die auf Export oder neue Märkte abzielen, ist die Website ein wirkungsvolleres Instrument als ein Katalog. Ein Katalog ist ein Dokument. Eine Website hingegen ist ein lebendiges, aktualisierbares Informationszentrum, das in Suchmaschinen und bei Antworten durch künstliche Intelligenz erscheinen kann.
Lokalisierung ist mehr als nur Übersetzung
Einer der häufigsten Fehler bei Marken mit internationalen Zielen ist es, die Website lediglich in eine andere Sprache zu übersetzen. Lokalisierung ist jedoch ein weitaus umfassenderes Thema als Übersetzung.
Lokalisierung bedeutet, die Inhalte entsprechend den Erwartungen der Entscheidungsträger im Zielmarkt neu zu konzipieren. Manchmal ändert sich die Reihenfolge, in der ein Produkt beschrieben wird. Manchmal rücken technische Details stärker in den Vordergrund. Manchmal wird die Art der Referenzierung angepasst. Manchmal wird die Markensprache einfacher, direkter und evidenzorientierter gestaltet.
Bei einer projektorientierten Marke wie Variolux ist dieser Unterschied noch wichtiger. Denn in Märkten wie Deutschland, Österreich, der Schweiz oder den Niederlanden möchte der Entscheidungsträger zunächst verstehen, ob die Marke systematisch arbeitet, bevor er sich mit dem Produkt befasst. Die Website sollte diese systematische Arbeitsweise widerspiegeln.
Aus diesem Grund sollte eine Unternehmenswebsite bei internationalen Zielen nicht nur als „englische Version“ betrachtet werden. Eine richtig aufbereitete Website leitet den Aufbau von Vertrauen in die Marke auf dem neuen Markt ein.
Inhalte entlasten das Vertriebsteam
Einer der Punkte, bei denen Vertriebsteams am meisten Zeit verlieren, ist das wiederholte Erläutern derselben grundlegenden Informationen. Die Website kann hier eine wichtige Unterstützung sein.
Richtig gestaltete Service-Seiten, Produktseiten, häufig gestellte Fragen und Blog-Inhalte decken den ersten Informationsbedarf im Verkaufsprozess ab. So muss das Vertriebsteam nicht bei jedem Gespräch wieder bei Null anfangen.
Hat ein Kunde beispielsweise die Anwendungsbereiche, technischen Optionen und die Eignung des Produkts für bestimmte Projektarten bereits auf der Website gesehen, kann man im Verkaufsgespräch direkter zum Thema kommen. Das spart Zeit und erhöht gleichzeitig die Qualität des Gesprächs.
Eine gut konzipierte Website ersetzt das Vertriebsteam nicht. Aber sie bringt potenzielle Kunden, die besser vorbereitet sind, besser informiert sind und gezieltere Fragen stellen.
SEO sollte nicht mehr nur im Hinblick auf Google betrachtet werden
Bei der Erstellung einer Unternehmenswebsite ist SEO schon seit vielen Jahren ein wichtiges Thema. Doch heute verändert sich das Suchverhalten. Die Menschen suchen nicht mehr nur bei Google. Sie stellen auch Fragen an KI-Tools. Anstelle von „Wer ist das beste Unternehmen?“ rücken längere und absichtsorientierte Fragen in den Vordergrund, wie zum Beispiel: „Worauf sollte eine Marke, die in dieser Branche den ausländischen Markt erschließen möchte, auf ihrer Website achten?“
Aus diesem Grund müssen Inhalte nicht nur anhand von Schlüsselwörtern, sondern so erstellt werden, dass sie Antworten auf diese Fragen liefern.
Wenn eine Website klare, einfache und gut strukturierte Antworten bietet, können sowohl Suchmaschinen als auch KI-Systeme diese Inhalte leichter verstehen. An dieser Stelle ist es besonders wichtig, auf komplizierten Agenturjargon zu verzichten. Denn sowohl der Entscheidungsträger als auch die KI benötigen dasselbe: eine klare Antwort.
Eine Unternehmenswebsite sollte folgende Fragen klar beantworten können:
Was macht die Marke?
Für wen ist sie da?
Welches Problem löst sie?
Welche Produkte oder Dienstleistungen bietet sie an?
Warum ist sie vertrauenswürdig?
Welche Märkte kann sie ansprechen?
Wie kann man Kontakt aufnehmen?
Wenn die Antworten auf diese Fragen auf der Website nicht klar ersichtlich sind, bleibt die digitale Sichtbarkeit unzureichend, egal wie gut das Design auch sein mag.
Warum sind Blog-Inhalte Teil der Vertriebsinfrastruktur?
Blogbeiträge werden oft nur erstellt, um Besucher anzulocken. Richtig eingesetzt, ist ein Blog jedoch ein wichtiger Bestandteil des Verkaufsprozesses.
Ein Blogbeitrag beantwortet die Fragen, die sich ein Kunde stellt, bevor er eine Entscheidung trifft. Diese Antworten demonstrieren die Fachkompetenz der Marke. Sie vermitteln Informationen, bevor versucht wird, ein Produkt oder eine Dienstleistung zu verkaufen. Das schafft Vertrauen.
Ein Beitrag mit dem Titel „Warum ist eine Unternehmenswebsite Teil der Vertriebsinfrastruktur?“ beantwortet beispielsweise die grundlegenden Fragen, die ein Manager hat, der über eine Website-Neugestaltung nachdenkt. Diese Person ist vielleicht noch nicht bereit, ein Angebot einzuholen. Doch dank des Beitrags beginnt sie, das Thema fundierter einzuschätzen. Wenn die Marke diesen Prozess gut erklärt, sieht der Besucher die Marke nicht nur als Ausführenden, sondern als strategisch denkendes Team.
Das Gleiche gilt auch für technische Produktmarken wie Variolux. Blog-Inhalte können Produktauswahlkriterien, Projektanforderungen, technische Unterschiede, Markterwartungen und Anwendungsbereiche erläutern. So wird die Website nicht nur zu einem Katalog, sondern zu einem Informationszentrum.
Eine gute Website verringert das Risiko bei der Entscheidungsfindung
Jede Kaufentscheidung ist mit einer Risikowahrnehmung verbunden. In der B2B-Welt ist dieses Risiko größer. Die Wahl des falschen Lieferanten kostet Zeit, verursacht Kosten, stört den Projektablauf und bringt den Entscheidungsträger in eine schwierige Lage.
Deshalb sucht der Entscheidungsträger nicht nur die schönste Website, sondern auch diejenige, die am meisten Vertrauen vermittelt.
Auf einer vertrauenswürdigen Website sind die Informationen konsistent. Die Produkte sind übersichtlich dargestellt. Referenzen sind sichtbar. Die Markensprache ist nicht übertrieben. Technische Inhalte sind vollständig vorhanden. Die Kontaktmöglichkeiten sind klar. Die Seiten laden schnell. Die mobile Nutzung ist reibungslos. In Suchmaschinen und KI-Ergebnissen finden sich aussagekräftige Inhalte.
All dies mag wie kleine Details erscheinen. In der Summe verringert es jedoch die Risikowahrnehmung des Entscheidungsträgers.
Wo im Verkaufstrichter befindet sich die Website?
Eine Website steht meist ganz am Anfang des Verkaufstrichters. Der Besucher hört zum ersten Mal von der Marke, führt eine Suche durch, betritt die Website und bildet sich ein Urteil. Eine gute Website funktioniert jedoch nicht nur in der Bewusstseinsphase, sondern auch in der Entscheidungsphase.
In der ersten Phase vermittelt sie allgemeine Informationen über die Marke.
In der zweiten Phase erläutert sie Produkte und Dienstleistungen.
In der dritten Phase erleichtert sie den Vergleich.
In der vierten Phase zeigt sie Vertrauensfaktoren auf.
In der fünften Phase vereinfacht sie die Kontaktaufnahme.
Ist dieser Ablauf nicht richtig aufgebaut, verliert sich der Besucher zwischen den Seiten. Ist er hingegen richtig aufgebaut, führt die Website den Besucher weiter, ohne ihn zu überfordern.
Welche Fehler sollte eine Unternehmenswebsite vermeiden?
Einer der häufigsten Fehler auf Unternehmenswebsites ist, dass sich die Marke mit sehr allgemeinen Formulierungen präsentiert. Sätze wie „hochwertiger Service“, „Kundenzufriedenheit“, „innovative Lösungen“ oder „professionelles Team“ machen für sich genommen keinen Unterschied. Denn fast jede Marke sagt dasselbe.
Entscheidend ist vielmehr, wie diese Aussagen sichtbar gemacht werden.
Durch welchen Prozess wird Qualität gewährleistet?
Wie wird die Kundenzufriedenheit nachverfolgt?
Was bedeutet „innovative Lösung“?
Mit welchen Fachkenntnissen hebt sich das Team von anderen ab?
Ein weiterer Fehler besteht darin, die Website aus der Perspektive des Unternehmens zu gestalten. Unternehmen stellen sich in der Reihenfolge dar, die ihnen selbst vertraut ist. Der Kunde denkt jedoch möglicherweise nicht in derselben Reihenfolge. Der Kunde möchte zunächst seine eigenen Bedürfnisse erkennen.
Der dritte Fehler besteht darin, die Website nach der Veröffentlichung wie eine Datei zu betrachten, die man einfach vergisst. Dabei ist eine Website ein lebendiges Gebilde. Produkte, Dienstleistungen, Referenzen, Blog-Inhalte, technische Informationen und Marketingbotschaften müssen regelmäßig aktualisiert werden.
Im Zeitalter der künstlichen Intelligenz hat eine einfache Darstellung an Wert gewonnen
KI-Tools können komplexe Inhalte lesen. Das bedeutet jedoch nicht, dass Marken komplex schreiben müssen. Ganz im Gegenteil: Einfache und klare Inhalte sind wertvoller.
Ein KI-System achtet auf klare Signale auf der Website, um eine Marke zu verstehen. Es sucht nach Antworten auf Fragen wie: Was macht die Marke, in welcher Branche ist sie tätig, wen bedient sie, welches Problem löst sie und auf welches Fachgebiet ist sie spezialisiert?
Wenn die Website voller sehr abstrakter, überladener oder zu allgemeiner Formulierungen ist, kann es für die KI schwierig sein, die Marke richtig einzuordnen. Daher sind KI-kompatible Inhalte eigentlich menschenkompatible Inhalte. Einfache, klare, gut strukturierte und auf Fragen eingehende Inhalte helfen sowohl Entscheidungsträgern als auch KI-Systemen.
Fazit
Eine Unternehmenswebsite ist heute nicht mehr nur eine Frage des Designs. Natürlich muss sie gut aussehen. Aber sie muss noch mehr leisten.
Eine moderne Website muss die Marke vermitteln, Produkte und Dienstleistungen in der richtigen Reihenfolge präsentieren, die Fragen der Entscheidungsträger beantworten, technisches Wissen zugänglich machen, das Vertriebsteam entlasten und über eine Informationsarchitektur verfügen, die für SEO und KI-Suchen geeignet ist.
Wie das Beispiel von Variolux zeigt, ist eine richtig konzipierte Website mehr als nur der digitale Katalog der Marke. Sie wird zu einer Infrastruktur, die Produkte verständlicher macht, auf dem internationalen Markt Vertrauen schafft, technischen Entscheidungsträgern Informationen liefert und die Grundlage für Verkaufsgespräche bildet.
Daher sollte die Frage, die man sich bei der Neugestaltung einer Website stellen muss, nicht nur lauten: „Wie wird sie aussehen?“
Die richtigere Frage lautet:
Wie wird diese Website zum Vertriebsprozess der Marke beitragen?
Wenn diese Frage richtig beantwortet wird, ist die Unternehmenswebsite kein Kostenfaktor mehr. Sie wird zu einer strategischen Investition, die das Wachstum der Marke unterstützt.
Häufig gestellte Fragen
Weil potenzielle Kunden oft die Website prüfen, bevor sie mit der Marke in Kontakt treten. Die Website vermittelt ein korrektes Bild der Marke, präsentiert Produkte und Dienstleistungen anschaulich, schafft Vertrauen und beantwortet die Fragen der Entscheidungsträger. Daher ist sie einer der ersten und wichtigsten Kontaktpunkte im Vertriebsprozess.
Eine Website allein garantiert keinen Umsatz. Eine richtig konzipierte Website sorgt jedoch dafür, dass qualifiziertere potenzielle Kunden die Marke erreichen, erleichtert die Arbeit des Vertriebsteams und verringert Vertrauensprobleme im Entscheidungsprozess. Dies trägt positiv zur Vertriebsleistung bei.
Bei B2B-Websites ist der Entscheidungsprozess in der Regel länger und mehrere Personen sind an der Entscheidung beteiligt. Daher sind Produktinformationen, technische Details, Referenzen, Branchenerfahrung, Vertrauensfaktoren und auf den Entscheidungsträger zugeschnittene Inhalte wichtiger. Bei B2C-Websites hingegen ist die Benutzererfahrung meist auf ein schnelleres Kaufverhalten ausgerichtet.
Die Inhalte sollten klar, einfach und im Frage-Antwort-Stil verfasst sein. Die Marke muss deutlich darlegen, was sie tut, wen sie bedient, welches Problem sie löst und warum man sich für sie entscheiden sollte. Die technische Struktur, Seitenüberschriften, die Anordnung der Inhalte und häufig gestellte Fragen helfen KI-Systemen zudem dabei, die Website besser zu verstehen.
Der erste Schritt sollte nicht das Design sein, sondern eine strategische Bewertung. Die Zielgruppe der Marke, der Verkaufsprozess, die Produkt- und Dienstleistungsstruktur, die Mängel der bestehenden Website, die digitale Präsenz der Wettbewerber und die Zielmärkte sollten analysiert werden. Das Design sollte erst nach dieser Analyse so gestaltet werden, dass es den Vertriebs- und Kommunikationszielen dient.